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Globale E-Commerce-Trends 2022
Homeoffice, Lockdowns und die übrigen Folgen der COVID-19-Pandemie, die uns seit 2020 begleitet, haben Unternehmen zu zahlreichen Anpassungen gezwungen. Dem E-Commerce haben diese Entwicklungen weltweit einen kräftigen Schub verliehen. Unternehmen haben die Analysen des vergangenen Jahres und die Ergebnisse ihrer bisherigen Planung ausgewertet und daraus abgeleitet, was das für das kommende Jahr bedeutet. Auf dieser Grundlage sind ihre strategischen Pläne für 2022 entstanden. Wer 2021 die globalen Märkte und Trends genau beobachtet hat und diese Erkenntnisse im kommenden Jahr in seine Geschäftsprozesse überträgt, ist einen Schritt voraus, wenn es darum geht, die Erwartungen der Kundschaft zu erfüllen.
Wie Unternehmen sich strategisch neu aufstellen, hängt davon ab, wie Verbraucher über Marken und Unternehmen denken und wie sie sich ihnen gegenüber verhalten. 81 % der Verbraucher weltweit sind sich einig, dass die digitale Präsenz eines Unternehmens oder einer Marke ebenso wichtig ist wie ihr Auftritt im stationären Geschäft. Da digitale Entwicklungen die Vorlieben, Einstellungen und das Verhalten der Verbraucher neu prägen, wird sich der E-Commerce wie jede andere Form des Handels daran ausrichten, wie er in digitalen Kanälen präsent ist.
Was Kunden erwarten: die nahe Zukunft des E-Commerce
2021 war ein wichtiges Geschäftsjahr: Auf die Ratlosigkeit und Panik des ersten Pandemiejahres folgte die Suche nach Lösungen und Wegen, mit den neuen Gegebenheiten Schritt zu halten, und langfristige Entwicklungen nahmen Gestalt an. Studien zufolge fühlen sich 62 % der Verbraucher Marken emotional verbunden, mit denen sie digital in Kontakt stehen, und 66 % bevorzugen Marken, denen sie sich verbunden fühlen. Offenheit für digitale Entwicklungen ist also zwar wichtig, um sich im Wettbewerb abzuheben, reicht aber allein nicht aus, um die Kundschaft zu gewinnen. Verbraucher entscheiden nicht nur nach Preis und Produkt- oder Leistungsvergleich. Sie erwarten auch, dass ihnen der digitale Service ein Gefühl der Verbundenheit vermittelt, das ihren eigenen Ansprüchen gerecht wird. Ein bequemes Einkaufserlebnis, Personalisierung und ein Gemeinschaftsgefühl, also Faktoren, die diese Verbundenheit wecken oder stärken, zählen zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren im E-Commerce.
Nach TÜSİAD-Daten aus dem Jahr 2019 soll das weltweite E-Commerce-Volumen 2022 bei 5,695 Billionen Dollar und 2023 bei 6,542 Billionen Dollar liegen. Je nach technologischer Entwicklung könnten diese Werte künftig noch steigen. Neben dem technischen Fortschritt, dem wachsenden Online-Shopping und dem immer größeren Angebot werden auch Themen wie das Metaverse, das seit Langem weltweit diskutiert wird, das Marketing der E-Commerce-Plattformen in spannende neue Richtungen lenken.
E-Commerce-Taktiken werden in innovativen und ansprechenden Formaten daherkommen, um die Kundeninteraktion zu steigern. Virtuelle Anproben etwa werden vielfältiger und umfassender, und Trends wie Unterhaltung und Gamification im Nutzererlebnis gewinnen mit den weiteren Entwicklungen an Gewicht. Man kann daher sagen, dass sich die ersten Gehversuche der Unternehmen, die den Weg ins Metaverse einschlagen, wohl im E-Commerce abzeichnen werden. *Mehr dazu lesen Sie im folgenden Artikel: https://www.map.com.tr/de/die-andere-welt-in-unternehmen-und-b2b-kommunikation/
Lokalisierung und Personalisierung im E-Commerce
Auch wenn globale E-Commerce-Plattformen Umsatzrekorde verzeichnen, suchen Verbraucher bei ihren Kaufentscheidungen mitunter gezielt nach lokalen Angeboten. Um diesen lokalen Erwartungen gerecht zu werden, brauchen Unternehmen Lokalisierungsstrategien, die sie auf Basis gezielter Marktforschung planen. Auch die demografische Zusammensetzung der Kundschaft, die genutzten Endgeräte und die bevorzugten Kanäle führen zu unterschiedlichen Präferenzen. Unternehmen können ihre Zielgruppe daher nach Merkmalen in Segmente unterteilen und ihr personalisiertes Marketing datenbasiert mit CRM-Software so steuern, dass bei den Kunden ein Gefühl der Verbundenheit entsteht. Eine leistungsfähige Datenbasis aufzubauen und zu pflegen ist deshalb für jedes Geschäftsmodell entscheidend, ob der Schwerpunkt auf B2B oder auf B2C liegt. *Mehr dazu lesen Sie im folgenden Artikel: https://www.map.com.tr/de/mit-crm-ein-unternehmensgedaechtnis-und-erkenntnisse/
E-Commerce-Marketing 2022
Nach TÜSİAD-Daten aus dem Jahr 2019 gibt es weltweit 3,5 Milliarden Social-Media-Nutzer und 2,8 Milliarden Online-Käufer. Im Zuge der globalen Digitalisierung ist eine starke Online-Präsenz für Unternehmen nahezu Pflicht geworden. Die organische Sichtbarkeit von Websites in Suchmaschinen gehört zu den Themen, an denen Unternehmen im kommenden Jahr vorrangig strategisch arbeiten sollten. Dafür reicht eine gute Werbestrategie allein natürlich nicht aus. Besser ist es, Anzeigen in eine digitale Marketingstrategie einzubetten, die SEO als Hauptkanal versteht, denn so greifen die Maßnahmen besser ineinander. Auch eigene, SEO-optimierte Inhalte bleiben im kommenden Jahr für B2B und B2C wichtig, selbst wenn sie aufwendig sind und langsamer wirken als Werbung. Anders als Werbeplattformen, die für jeden Besucher einzeln abrechnen, lassen sich SEO-optimierte Inhalte kostenlos veröffentlichen und zahlen sich langfristig aus. Eigene Bilder, Grafiken und Texte werden 2022 daher noch wertvoller. Wer online verkaufen will, muss Verbrauchertrends und die psychologischen Beweggründe hinter den Kaufentscheidungen seiner Zielgruppen genau verstehen; daraus dürften in den kommenden Jahren eigene Fachdisziplinen entstehen. Digital-Marketing-Fachleute in Geschäftsmodellen wie B2B, B2C und B2B2C können entsprechend mit neuen KI-Lösungen auf Verbraucher reagieren, die immer stärker auf neue Technologien angewiesen sind.
Quellen: TÜSİAD E-Commerce-Bericht 2019
Davenport, T., Guha, A., Grewal, D. et al. How Artificial Intelligence Will Change The Future of Marketing. J. of the Acad. Mark. Sci. 48, 24–42 (2020).




