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Technologie

Cloud-Computing-Statistiken 2022

Wie stark wächst Cloud-Computing? Die wichtigsten Statistiken 2022 zu Datenvolumen, Marktanteilen, Kosten, Multi-Cloud und Sicherheit im Überblick.

6 Min. LesezeitVon MAPMit KI-Unterstützung übersetzt aus dem türkischen Original vom 30. Juli 2022
Inhalt

Cloud-Computing ist ein globales Netz, über das wir Informationen, Daten und Anwendungen im Internet teilen können. Unternehmen sparen sich damit die Kosten für die Anschaffung und Einrichtung eigener Hardware.

Der Begriff Cloud-Computing bezeichnet außerdem die Technologie, auf der die Cloud beruht: Server, Netzwerkkommunikation, Betriebssystemsoftware und virtualisierte IT-Infrastruktur.

Cloud-Computing ist schnell, sicher und effizient. Wir haben für Sie einige grundlegende Statistiken dazu zusammengestellt.

1. Bis 2025 werden mehr als 100 Zettabyte Daten in der Cloud gespeichert sein.

Diese Zahl sagt viel über den Aufstieg des Cloud-Computing aus. Um sie einordnen zu können: Ein Zettabyte entspricht einer Milliarde Terabyte bzw. einer Billion Gigabyte – eine erstaunliche Menge. Das weltweit gespeicherte Datenvolumen soll bis 2025 auf 200 Zettabyte anwachsen. Die Hälfte aller Daten weltweit wird dann also in der Cloud liegen. Zum Vergleich: 2015 befanden sich erst 25 Prozent der Rechenzentrumsdaten in der Cloud.

2. Amazon Web Services (AWS) hält 33 Prozent des Marktes für Cloud-Infrastruktur.

Amazon Web Services (AWS), einer der größten Cloud-Anbieter, bescherte Amazon 2020 einen operativen Gewinn von 4,88 Milliarden US-Dollar. Die Cloud-Umsätze des Konzerns stiegen im selben Jahr um 39 Prozent. Hinter AWS hat Azure mit 20 Prozent den größten Marktanteil bei Cloud-Infrastrukturdiensten, Google kommt auf 10 Prozent.

3. Für 70 Prozent der europäischen Organisationen ist die Migration von Workloads in die Cloud die wichtigste Initiative.

Laut Statistiken zur Cloud-Migration steht dieses Vorhaben bei europäischen Organisationen, die ihre Abläufe noch nicht in die Cloud verlagert haben, ganz oben auf der Agenda. Als Nächstes folgen die Optimierung der Cloud-Nutzung zur Kostensenkung (59 Prozent) und die Unterstützung einer Cloud-First-Strategie (50 Prozent).

4. 89 Prozent der Unternehmen verfolgen eine Multi-Cloud-Strategie.

2021 ging der Trend zu Multi-Cloud- und Hybrid-Cloud-Strategien. Ein wesentlicher Treiber war die Pandemie, die den Bedarf an Cloud-Diensten deutlich erhöhte. Was damals vor allem eine Notwendigkeit war, ist heute Plan: Die meisten Organisationen wollen auf eine Multi-Cloud-Strategie setzen. Laut Statistiken zu Kosteneinsparungen in der Cloud streben zudem 80 Prozent eine Hybrid-Cloud-Strategie an.

5. Cloud-Computing kostet im Schnitt rund 400 US-Dollar pro Server und Monat.

Die durchschnittlichen Kosten hängen von verschiedenen Faktoren ab; üblicherweise liegt der Preis pro Server zwischen 400 und 15.000 US-Dollar. Laut Statistiken zur Cloud-Nutzung ist im oberen Preisbereich meist eine komplette Backoffice-Infrastruktur inbegriffen.

6. Für kleine und mittlere Unternehmen ist Cloud-Computing bis zu 40-mal günstiger als der Betrieb eines eigenen On-Premises-Systems.

Für KMU ist Cloud-Computing die deutlich bessere Wahl. Zudem fanden 94 Prozent dieser Unternehmen in Cloud-Lösungen ein Sicherheitsniveau, das ihre eigene On-Premises-Infrastruktur in den meisten Fällen nicht bot.

7. Google Drive ist mit 94,44 Prozent der weltweit meistgenutzte Cloud-Speicher.

Gemessen an der Nutzerzahl dominiert Google Drive offenbar den globalen Markt für Cloud-Speicher. Laut Cloud-Computing-Statistiken folgt Dropbox mit 66,2 Prozent auf Platz zwei. OneDrive liegt mit 39,35 Prozent auf Platz drei, dahinter iCloud mit 38,89 Prozent auf Platz vier. Zu den weniger bekannten Diensten zählen MEGA (5,09 Prozent), Box (4,17 Prozent) und pCloud (1,39 Prozent).

8. 71 Prozent der Cloud-Speicher-Nutzer speichern ihre Fotos in der Cloud.

Je stärker die Cloud genutzt wird, desto mehr Einsatzmöglichkeiten finden die Menschen dafür. Nach Fotos sichert gut die Hälfte der Nutzer wichtige Daten als Backup in der Cloud, 41 Prozent speichern dort Musik und Videos, 35 Prozent legen Office-Dokumente ab. Laut Cloud-Computing-Statistiken bewahren schließlich 27 Prozent Passwörter und 18 Prozent Finanzdaten in der Cloud auf.

9. 48 Prozent der Unternehmensdaten liegen in der Cloud.

Die Datenmenge in der Cloud wächst stetig, doch viele Sicherheitsfragen scheinen ungelöst. So sehen nur 32 Prozent der Organisationen den Schutz ihrer Daten in der eigenen Verantwortung – dabei kann gerade eine Datenpanne ernste Folgen haben. Laut Cloud-Computing-Statistiken meinen 35 Prozent der Organisationen, dass diese Verantwortung bei den Cloud-Anbietern liegen sollte, und 23 Prozent halten den Datenschutz bei der Auswahl ihres Anbieters für einen sehr wichtigen Faktor.

10. Viele Cloud-native Anwendungen haben in der Produktion 50 Prozent erreicht.

Früher wurden Anwendungen in der Regel nachträglich für den Betrieb in der Cloud angepasst; heute entstehen viele direkt in der Cloud. Diese Cloud-nativen Anwendungen laufen in der Cloud-Infrastruktur, ohne auf einem Betriebssystem oder Server installiert zu werden. Mit solchen Anwendungen können Unternehmen schnell und flexibel skalieren. Deshalb erreichen viele von ihnen im Produktivbetrieb eine hohe Nutzung.

11. 77 Prozent der IT-Führungskräfte wollen häufiger Open-Source-Code einsetzen

Die Statistiken zeigen: Für den Wechsel zur offenen Cloud gibt es viele Gründe. Open-Source-Anwendungen basieren auf Quellcode, der frei einsehbar und bearbeitbar ist. Cloud-Lösungen auf dieser Basis lassen sich leicht in jeder Cloud-Umgebung bereitstellen. Das verbessert die Datenportabilität und die Interoperabilität.

12. Ein durchschnittlicher Mitarbeitender nutzt am Arbeitsplatz aktiv 36 verschiedene cloudbasierte Tools zum Teilen von Dateien.

Über die Verbreitung der Cloud muss man kaum mehr sagen, als dass ein durchschnittliches Unternehmen bis zu 210 verschiedene Cloud-Dienste für die Zusammenarbeit nutzen kann. Ebenso greift ein durchschnittlicher Mitarbeitender auf 36 verschiedene Tools zum Teilen von Dateien und Inhalten sowie zur Zusammenarbeit zu. Kollaboration gehört in Unternehmen zu den wichtigsten Einsatzbereichen des Cloud-Computing.

13. 71 Prozent der Organisationen wollen mit Cloud-Computing schneller werden.

Unternehmen wechseln aus vielen Gründen in die Cloud. Der wichtigste ist zweifellos der Geschwindigkeitsgewinn. Danach folgen mehr Flexibilität (63 Prozent) und besserer Kundensupport (57 Prozent). Organisationen mit mehr als 1.000 Beschäftigten suchen meist Flexibilität und niedrige Kosten, kleinere Organisationen vor allem Geschäftskontinuität.

14. Software as a Service (SaaS) ist 2022 mit 177 Milliarden US-Dollar Umsatz das größte Segment im Cloud-Computing.

Cloud-Computing wächst in allen Segmenten (Plattform, Infrastruktur und Software). Software as a Service (SaaS) ist derzeit das umsatzstärkste Segment. Dahinter folgt Infrastructure as a Service (IaaS) mit einem Marktvolumen von 120 Milliarden US-Dollar. Der weltweite Markt für Platform as a Service (PaaS) erreicht 2022 schließlich 110 Milliarden US-Dollar.

15. Sicherheit ist mit 83 Prozent die häufigste Sorge beim Cloud-Computing.

Mit der Einführung der Cloud kamen auch Bedenken auf. Am wichtigsten ist den Organisationen dabei die Sicherheit. Es folgen die Ausgaben für Sicherheit (82 Prozent) und das Management (79 Prozent). Zum Vergleich: Unternehmer schätzen, dass rund 30 Prozent des Cloud-Budgets verschwendet werden.

16. Account-Hijacking ist mit 45 Prozent die größte Bedrohung für die Cloud-Einführung.

Statistiken zum Cloud-Computing zeigen: Zu einem Hijacking kommt es, wenn Cyberkriminelle die Zugangsdaten eines Nutzerkontos stehlen. Unter allen Cloud-Risiken fürchten Unternehmen dieses am meisten. Angreifer haben verschiedene Wege, ein Konto zu übernehmen – vom direkten Angriff bis zum Erraten von Passwörtern.

17. 52 Prozent der Organisationen wollen Cloud-Lösungen mit integrierten Sicherheitstools.

Laut Statistiken zur Cloud-Sicherheit sind Clouds mit integrierten Sicherheitstools für die meisten Unternehmen die erste Wahl. Da Sicherheit für Cloud-Nutzer das Thema Nummer eins ist, überrascht das nicht.

18. In 88 Prozent der Fälle ist menschliches Versagen die Ursache einer Datenpanne in der Cloud.

Hacker versuchen zwar, Schwachstellen der IT-Infrastruktur auszunutzen, als Hauptursache gelten aber häufiger Fehler von Mitarbeitenden. Die Cloud-Anbieter sind für ein Datenleck meist nicht verantwortlich. Eine verbreitete Methode, Mitarbeitende dazu zu bringen, Schadsoftware in die Cloud einzuschleusen, ist Phishing. Statistiken zum Cloud-Wachstum zeigen, dass Männer doppelt so häufig auf solche Betrugsversuche hereinfallen wie Frauen (34 Prozent gegenüber 17 Prozent).

19. 80 Prozent der Beschäftigten nutzen SaaS-Anwendungen am Arbeitsplatz ohne Freigabe der IT.

Zu den größten Sicherheitsrisiken für Unternehmen gehört, dass Mitarbeitende für den Zugriff auf interne Dateien und Daten lieber externe Dienste nutzen. Die meisten fragen die IT-Abteilung nie um Erlaubnis, und 83 Prozent der IT-Fachleute geben an, dass Beschäftigte Daten in nicht freigegebenen Cloud-Diensten speichern.

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MAP

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